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Projekt TARGET gestartet: Welche Erkenntnisse wird es bringen?

angriff mit waffeAm 19.03.2013 stellte die Freie Universität Berlin das Projekt "Tat- und Fallanalysen hochexpressiver zielgerichteter Gewalt" oder kurz TARGET vor. Ziel dieser Untersuchung ist das Sammeln und Auswerten bisheriger Fakten aus Amokläufen, School-Shootings und anderer Gewalttaten. Beteiligt sind Experten der Freien Universität Berlin, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Universitäten Bielefeld und Konstanz, der Deutsche Hochschule der Polizei und dem Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement Darmstadt. Dem Pool der beteiligten Mitarbeiter sollen Wissenschaftler aus Psychologie, Kriminologie, Psychiatrie/Forensik, Soziologie und Pädagogik angehören.

Was erhofft man sich von diesem Projekt? Professorin Britta Bannenberg, Kriminologin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, erklärt:

„Von den Erkenntnissen aus dem Projekt soll durch eine enge Zusammenarbeit auch die Polizei profitieren, etwa wenn es darum geht, Drohungen einzuschätzen und in Krisensituationen zu handeln.“

Und der Koordinator von TARGET Herbert Scheithauer (Entwicklungs- und Klinischer Psychologe der Freien Universität) blickt voraus und sagt:

„Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse streben wir einen wissenschaftlichen Fortschritt in Hinblick auf Vorhersage, Vorbeugung und Intervention solcher Gewalttaten an. Das Projekt NETWASS hat gezeigt, dass sich zum Beispiel das Sicherheitsgefühl an Schulen, das Schulklima und das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern mit relativ geringem Aufwand verbessern lässt.“

Das Projekt TARGET wird übrigens vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in den kommenden drei Jahren mit mehr als drei Millionen Euro gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der FU Berlin

Berlin