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Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

  • Autor:  prolegal

marionetteViel Bemerkenswertes ist nicht übriggeblieben von den wilden Zeitläuften der 1968er Bewegung: Die meisten der alten APO-Revoluzzer sind mittlerweile im Establishment angekommen und fett geworden, wenn sie sich nicht durch Drogenmissbrauch um Gesundheit und Gehirn gebracht haben. Aber der alte Anarcho-Spruch hat ungeachtet seiner links-chaotischen Herkunft immer noch seine Gültigkeit. 

Im Sinne dieses Merksatzes und in Abwandlung eines alten deutschen Sprichworts, dass steter Tropfen auch die taubeste Nuss höhlt, machte sich prolegal e.V. im Herbst letzten Jahres daran, gegen den WDR und seine Monitor-Redaktion eine Programmbeschwerde zu lancieren. Als Zuschauer oder Hörer der öffentlich-rechtlichen Sender hat man nur wenig Möglichkeit, Einfluss auf die teils sehr tendenziöse, mitunter oberflächliche oder auch manchmal schlicht faktisch-falsche Berichterstattung zu nehmen. Das Presserecht mit seinem Gegendarstellungsrecht gilt nur für Printmedien. Und der Rundfunkrat ist ein zahnloser, längst an die Kette gelegter Wachhund. Das zeigt sich immer wieder, nicht zuletzt bei seiner kaum durchzusetzenden Aufsichtsfunktion über die Art und Weise, in der die Sender mit den zig Millionen Euro aus der Zwangsumlage (vulgo früher GEZ-Gebühren, heute der „neue Rundfunkbeitrag“) umgehen. Wie es dort zugeht, ließ eine CDU-Vertreterin in der Wirtschaftswoche durchblicken. Der Beitrag ist überaus entlarvend: 

Interview Wirtschafts-Woche mit Andrea Verpoorten (CDU)

Natürlich machten auch wir uns im Direktoriumsgremium keinerlei Illusionen, dass wegen irgendeiner Programmbeschwerde gegen den unsäglichen Beitrag zu den Deko-Waffen vom 18.10.2012 mit dem Titel „Kalaschnikow per Mausklick: Wie Rechtsextreme und Waffennarren sich im Internet ganz legal mit ehemaligen Kriegswaffen versorgen können“ gleich die „Köpfe rollen“ würden.

Quelle/Weiterlesen: prolegal

Berlin