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FDP nicht wählbar? Oder vielleicht doch?

ablehnungOft bekommt man ob der anstehenden Bundestagswahlen Rückmeldungen, dass die FDP nicht wählbar sei, weil sie ihren "großspurigen Worten von 2009" keine Taten folgen ließ.

Uns ist allerdings kein umfangreiches FDP-Papier von 2009 bekannt. Nur eines von 2002. Wer im Besitz dieser Dokumente ist kann sie uns gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zumailen. Vielen Dank schon einmal dafür!

Aber nun zurück zum Thema: 2009 sagte die FDP nur, dass sie keine Verschärfungen will und es hat in den vier Jahren auch keine gegeben.

Auch wurde die WaffVwV endlich verabschiedet, auf die wir seit 2003 warten. Weder unter Rot-Grün, noch unter Schwarz-Rot wurde diese beschlossen.

Der Unterschied 2013 zu 2009 und 2002.

2002 und 2009 war Waffenrecht Thema der FDP-Spitzenpolitiker und der sogenannten "Waffenrechts-Experten" und der Medien.

2012/2013 gab es Aufklärung und Teilhabe der Basis und der Bürger

  1. in anlasslosen Debatten innerhalb der FDP (Kreis- und Landtage)
  2. durch die Bundestagsdebatten der Sachverständigen und der Experten zum Verbotsantrags der Grünen bzgl. Großkaliber und Anscheinswaffen
  3. durch die verschiedenen Symposien der FDP, wo sie auch Kontra durch die Bürger bekam
  4. im Frühling 2013 bei den FDP-Parteitagen, wo über 600 Delegierte das Wahlprogramm bzgl. Waffenrecht beschlossen hatten (keine Steuern, keine Zentrallagerung, keine Gebühren, dafür wisschenschaftliche Evaluation)
  5. ein Positionspapier, dass zusammen mit den Rechts- und Innenexperten der FDP verabschiedet wurde.

Öffentliche Positionen sind immer ein Kompromiss.

Es gibt innerhalb der Partei Mitglieder (wie z.B. in der FDP-Bayern), die keine Evaluation für die Hauskontrollen brauchen, sondern diese rigoros ablehnen.

Ebenso gibt es aber auch Mitglieder, die (wie in der FDP Niedersachsen) Abfragen beim Verfassungsschutz gutheißen und gleichzeitig aber pro-Jagd eingestellt sind.

Die Bundespartei ist gegen die Abfragen und will die Hauskontrollen evaluieren. Sie will das Waffenrecht umgestalten, und zwar so, dass es Richter, Staatsanwälte, Behördenmitarbeiter und Betroffene auch verstehen.

Und das Positionspapier zum Waffenrecht ist der beschlossene Kompromiss von vernünftigen FDPlern und sozial-liberalen Gutmensch-FDPlern. Wenn sich so ein Kompromiss darstellt, dann könnte da noch viel passieren, da wir die vernünftigeren Argumente haben. Argumente, die jedem einleuchten, wenn er/sie ohne Scheuklappen mit dem Thema umgehen möchte.

Wir sehen keine dieser PRO-Positionen bei irgend einer anderen Partei. Von daher können wir nur hoffen, dass die Leser wissen, wo sie Ihr Kreuz machen werden!

Informieren Sie sich darüber, was die Zweitstimme ausrichtet und entscheiden Sie dann!

Zum Weiterlesen (mit Kommentarfunktion):

German Rifle Association: FDP veröffentlicht umfangreiche Positionen zum Waffenrecht

Benedikt Krainz: Die FDP bekennt Farbe

Berlin