Banner Top

Die Politiker sollten tun, was die Wähler wollen

  • Autor:  Joachim Nächilla

sportschuetzinAm 30. Mai diesen Jahres war es so weit. Der Bundesrichter a.D. und Bundestagsabgeordnete Wolfgang Nešković, der 2013 als unabhängiger Kandidat in seinem Wahlkreis, der den Spree-Neiße-Kreis und die Stadt Cottbus umfasst, zur Bundestagswahl antritt, besuchte gegen Abend die Schützengilde Cottbus 1471 e.V.

Zu dem Treffen kam es auf der Grundlage eines Wählerbriefes, der sich mit der Frage befasste, ob es möglich wäre, „zum Thema Sportschießen mit klein- und großkalibrigen Sportwaffen einen tragfähigen gesellschaftlichen Konsens zu erreichen. Es kann nicht sein, dass man sich in einem Land gegenseitig zerfleischt".

Der folgende Link führt zu der Seite, auf der diese Frage relativ ausführlich dargelegt wird: German Rifle Association

Leider machte ein extremer Starkregen einen Trainingsbetrieb unmöglich, so dass das Treffen im kleinen Kreis stattfand. Dabei wurden in lockerer Atmosphäre Fragen zum legalen Waffenbesitz, zum Thema der zentralen Unterbringung von Waffen und zur Nachwuchsgewinnung für die Vereine erörtert.

Für Wolfgang Nešković waren eine ganze Menge von Fragen, die täglich vor den Schützenvereinen stehen, neu. Daher auch sein Hinweis, dass sich die Vereine nicht allein auf ihre „Lobby-Vertreter" verlassen sollten, sondern selbst aktiv den Kontakt zur Politik suchen müssten. Nur so könne eine detailgetreue und umfassende Information der Politiker garantiert werden.

Der Märkische Bote schreibt über das Treffen:

Im Cottbuser Ortsteil Sielow hat die Cottbuser Schützengilde ihr Domizil. Der Traditionsverein besteht seit dem Jahr 1471 und hat 270 Mitglieder.

Doch die Tradition ist wegen der Amokläufe in Erfurt oder Winnenden in Gefahr. Schulen verweigern die Zusammenarbeit. Nachwuchs wird immer rarer. Deshalb sucht der Verein den Kontakt zur Politik, um mit Vorurteilen aufzuräumen. Dem Ruf des Vereins gefolgt ist jetzt der parteilose Bundestagsabgeordnete Wolfgang Neskovic. Der Sportwart Torsten Kaps erklärte, dass nach den Amokläufen die Eltern in der Schulkonferenz sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit der Schützengilde ausgesprochen hätten, so dass eine Kooperation mit Schulen nicht mehr möglich ist. ...

Torsten Kaps bedauert sehr, dass seit den tragischen Amokläufen kaum noch eine sachliche Diskussion über den Schützensport möglich sei.

Wesentlich seine Aussage, es gehe darum, dass nicht den Parteien die Inhalte der Politik überlassen werden dürften, sondern dass die Bürger ihre Politiker dazu bringen müssten, ihren tatsächlichen Anliegen und Interessen zu entsprechen. Nur so funktioniere echte Demokratie.

Bleibt nur zu hoffen, dass diese Hinweise bis hin zu den einzelnen Mitgliedern der Vereine gelangen und von diesen aufgenommen werden.

Quelle: Joachim Nächilla

Berlin