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Der Fluch des Grafen

  • Autor:  GunBoard

Heimatverein Lügenberg-Gansviel macht grausige Entdeckung

Bei der gestrigen Exkursion des Heimatvereines zur Burgruine "Heuchelstein" kam es zu einem grausigen Fund, der die alten Sagen und Legenden um diesen unheilvollen Ort plötzlich in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Bei der Untersuchung eines Kellergewölbes stießen die Hobby-Historiker auf eine bröckelnde Mauer und entfernten einige Steine. In einem winzigen Verschlag entdeckten sie die vermoderten Gebeine eines menschlichen Körpers, dessen Schädel sie im Licht einer Taschenlampe mit leeren Augenhöhlen anstarrte. Die alarmierte Polizei sperrte die gesamte Ruine ab und zog umgehend die Spurensicherung und die rechtsmedizinische Abteilung der Polizeidirektion hinzu.



totenkopf luegnerDer historisch bewanderte Pathologe Professor Dr. Börnsen erklärte dem Lügenberger Kreisblatt in einem ersten kurzen Interview, dass es sich bei der gefundenen Leiche um eine weibliche Person gehandelt hat, möglicherweise sogar um das im Jahre 1593 auf mysteriöse Weise verschwundenen Jung- und Edelfräulein Florentine.

Der Sage nach war Jungfer Florentine dem Grafen Roman I. von Heuchelstein als Braut versprochen. Dieser, ein äußerst unangenehmer und übler Zeitgenosse, war seinerzeit erfüllt von Misstrauen und Hass gegenüber seinen Mitmenschen.  Er scheute sich nicht, vollkommen unschuldige Menschen zu denunzieren, zu beleidigen und unter falschen Anschuldigungen der Inquisition und dem Malus Maleficarum auszuliefern. Dabei scheute er auch vor Lug, Trug und Verleumdungen nicht zurück.

Aus mündlichen Überlieferungen wissen wir, dass er sogar seine ihm zugedachte Braut der Unzucht mit einem Stallknecht bezichtigte, was natürlich nicht der Wahrheit entsprochen haben soll. Aus krankhafter Eifersucht mauerte er Florentine eigenhändig in einem Kellerverlies ein. Noch bevor der letzte Stein gemauert wurde, verfluchte sie ihn mit ihren letzten Atemzügen.

Wie schauerlich müssen ihre Worte durch das nackte Kellergewölbe gehallt haben: "Roman, Roman, ich verfluche Dich ! Auf ewig sollst Du zwischen der Welt der Lebenden und der Toten im Limbo umherirren. Du sollst fortan weiterhin Unschuldige und Gesetzestreue denunzieren, Falschheiten verbreiten, Unruhe stiften und die Bestrafung ganzer Teile des unschuldigen Volkes fordern. Roman, Roman, dieser Fluch soll nicht eher ruhen, bis meine Gebeine in geweihter Erde beigesetzt werden. Roman, Roman, ich verfluuuche Dich !" 

Weiterlesen/Quelle: Gemeinde Lügenberg Gansviel

Berlin