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Amoklauf in Serbien - kommen bald Verbotsforderungen in Deutschland?

Gerade laufen sich die Nachrichtenagenturen warm und berichten von einem tragischen Vorfall in Serbien, wo nach ersten Angaben ein 60jähriger Mann 13 Menschen erschossen haben soll. Noch ist das Motiv nicht bekannt und man weiss eigentlich über die genauen Umstände und Hergänge so gut wie nichts. Wir verfolgen gespannt, wie lange es wohl dauern wird, bis die ersten Verbote und Einschränkungen im Wafferecht hierzulande gefordert werden, obwohl dieses Verbrechen in Serbien geschehen ist. Denn, so tragisch solche Ereignisse auch seien mögen, sie bleiben erst einmal Angelegenheiten der Behörden der Länder, die mit der Ermittlung betraut wurden.

presse panikAber das hat Politiker mit ausgeprägter Hoplophobie in Deutschland noch nie gestört - jeder Vorfall kommt gerade richtig, um die Waffenverbots-Kanone in Stellung zu bringen. Auch Umstände, die einen Vergleich mit legalen Waffenbesitzern hier in Deutschland eigentlich unmöglich machen werden genutzt. Man lernt immer wieder neue Argumente kennen, welche an den Haaren herbeigezerrt werden, um abstruse Verbotsmodelle zu stützen.

Denn schon im ersten Artikel auf Deutsche Welle wird gemutmasst, dass der Mann - ersten Berichten zufolge - einen Waffenschein besessen haben soll. Mal sehen, ob diese Vermutung aufrecht erhalten werden kann. Denn den richtigen Gebrauch des Begriffes Waffenschein scheinen die Journalisten hier in Deutschland schon nicht zu kennen, wie sieht es dann erst mit den waffenrechtlichen Bestimmungen anderer Länder aus? Wahrscheinlich nicht besser. Richtig erkannt wurde aber, dass in Serbien seit dem Balkankrieg sehr viele Waffen im Umlauf sind und wieviel davon legal besessen werden, können die Behörden dieser Länder wahrscheinlich auch nur abschätzen.

Erinnert wird man an ein ähnliches Verbrechen im Jahr 2007 - damals erschoss ein Mann 9 Menschen. Dieser Täter soll allerdings seit vielen Jahren in psychatrischer Behandlung gewesen sein.

Unser Beileid gilt den Hinterbliebenen der Opfer dieses Verbrechens. Warten wir einmal ab, wie das Gespann Politik und Medien dieses Ereignis verwerten wird.

Thomas Richter

Sportschütze & Wiederlader, Befürworter eines liberaleren Waffenrechts

Berlin