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Französische Waffengesetzverschärfungen erwiesen sich als wirkungslos

Der Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazin "Charlie Hebdo" und auf einen jüdischen Supermarkt in Paris beherrscht seit  dem 7. Januar die Schlagzeilen und Kommentarspalten der Medien.

Die insgesamt drei Täter verfügten über vollautomatische Kalaschnikow- Sturmgewehre, mit denen sie insgesamt 17 Menschen töteten, darunter drei Polizisten - ähnlich wie der französische Syrien-Heimkehrer Mehdie Nemmouche im September 2014 in Brüsseler Jüdischen Museum vier Menschen erschoss.

Dass solche Waffen trotz stringenter Waffengesetze in Frankreich offensichtlich problemlos und illegal zu beschaffen waren, erwähnten die Mainstream-Medien wenn überhaupt, dann nur am Rand. Lediglich der bei Journalisten beliebte Bundeswehr-/Rüstungspolitik-Blog "Augen Geradeaus!" von Thomas Wiegold thematisierte die freie Verfügbarkeit, was eine längere und am Thema vorbeigehende Diskussion um die Schießfertigkeit deutscher Polizei, Waffengesetze Selbstschutz und Allgemeinbewaffnung  provozierte. 

Tatsache ist, dass es in Frankreich noch nie ein Problem gab, an Kriegswaffen, Handgranaten und Sprengstoffe heranzukommen. Das zeigte sich bei zahlreichen Straftaten der vergangenen Jahrzehnte: Dabei benutzt wurden meist  Beutewaffen aus  Wehrmachtsbeständen, die nach 1945 nie bei den Behörden abgegeben wurden, genauso wie ein großer Teil der rund 418 000 Waffen, die von 1941-44 für den französischen Untergrund per Fallschirm abgeworfen wurden.

Seit Zerfall des Warschauer Pakts aber ist ein steter Zustrom von modernen Pistolen und Maschinenwaffen sowie Panzerfäusten nach Südfrankreich zu beobachten, vornehmlich aus dem Balkan-Raum.  Französische Sicherheitsexperten schätzen die Anzahl illegaler Waffen in der 65 Millionen zählenden Bevölkerung mittlerweile auf  mindestens zehn bis zwanzig Millionen. Dazu kommen etwa 7,5 Millionen registrierter Schusswaffen, vornehmlich im jagdlichen Bereich.

Weiterlesen/Quelle: prolegal

prolegal Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V.

prolegal versteht sich als vereins- und verbandsunabhängige Vereinigung aller vom Waffengesetz betroffenen Bürgerinnen und Bürger.

Berlin