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Deutscher Schützenbund klar gegen Vorstöße der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

24.05.2012 – Am vergangenen Montag war DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim als Sachverständiger vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestags geladen, um zu zwei Vorstößen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Stellung zu nehmen (der DSB-Waffenrechts-Newsletter berichtete am 10.05.2012). Im Raum stand zum einen ein Gesetzentwurf, mit dem der Umgang mit halbautomatischen, kriegswaffenähnlichen Schusswaffen verboten werden soll (Bundestagsdrucksache 17/7732). Zum anderen wurde ein Antrag diskutiert (Bundestagsdrucksache 17/2130), in dem eine Reform des Waffengesetzes gefordert wird, die beispielsweise die gleichzeitige Aufbewahrung von funktionsfähigen Schusswaffen und Munition in Privatwohnungen "grundsätzlich untersagt".

Neben Jürgen Kohlheim gaben eine Reihe weiterer Experten im Rahmen dieser Anhörung ihre Stellungnahmen ab: So wies Sascha Braun (Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei) die Behauptung zurück, dass weniger private Waffen tatsächlich zu mehr öffentlicher Sicherheit führen würden, denn das große Problem sei der illegale Waffenbesitz in privater Hand. "Außerordentlich kritisch" sehe die Gewerkschaft der Polizei eine Waffenhaltung in Schützenheimen.

Für den Landesjagdverband Baden-Württemberg betonte Martin Bürner wörtlich: "Die gleichzeitige Aufbewahrung von funktionsfähigen Schusswaffen und Munition in Privatwohnungen ist für eine effektive Jagdausübung unabdingbar." Im Blick auf eine zentrale Lagerung fügte Bürner an: "Die Gefahr von Diebstählen großer Waffenmengen wird trotz zusätzlicher Sicherung erheblich steigen."

Quelle/Weiterlesen: Webseite des DSB

Deutscher Schützenbund

Diese Meldung stammt aus dem Newsarchiv des Waffenrechts-Newsletters des Deutschen Schützenbundes.

Berlin