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Geiseldrama Karlsruhe: Bemerkenswerte Aussagen eines Zeitungsartikels

In einem Artikel in der Welt werden Fragen aufgeworfen und auch Fragen beantwortet - bemerkenswert hierbei ist, daß von ausgewiesenen Experten dabei die Aussagen bestätigt werden, die von den Waffenbesitzern seit Jahr und Tag gepredigt werden. Dieser Beitrag beleuchtet emotionslos und sachlich die aktuelle Faktenlage - ein Umstand, den man hervorheben sollte.

Die Ermittler beschäftigen zur Zeit viele Fragen: Woher hatte der Täter die Waffen? Warum kam es zu solch einer Eskalation? Darüber werden wir sicher auf dem Laufenden gehalten.

presseDie Fahnder wollen also ersteinmal herausfinden, woher der Mann die Waffen hatte. Merken Sie was? Das ist der Unterschied zwischen Ermittlern und den Krawall-Journalisten, die reflexartig Meldungen verbreiteten, daß der Täter Jäger und Waffenbesitzer sei, ohne überhaupt die Pressekonferenz der Polizei abzuwarten. Dafür wurden die Medien im Anschluss vom Deutschen Jagdschutzverband gerügt und von ihnen gefordert, die Einhaltung des Pressecodex (Ziffer 2, Sorgfaltspflicht und Ziffer 12, Diskriminierung) ernst zu nehmen.

Fakten sollten in jedem Fall Vorrang vor einer auflagenfördernden Schlagzeile haben.

Natürlich wird auch eine Frage aufgeworfen, die vor diesem Drama eigentlich als undiskutierbar galt: "Sollten Gerichtsvollzieher bewaffnet sein?" Übersetzt hiesse das: "Dürfen Personen zu ihrem eigenen Schutz Waffen tragen dürfen?"

Dazu äußert sich in diesem Artikel der baden-württembergische GdP-Landeschef Rüdiger Seidenspinner. Er ist der Meinung, dass Gerichtsvollzieher trotz des blutigen Geiseldramas keine Waffen mit sich führen oder stets von Polizisten begleitet werden sollten.

Man muss nicht immer mit der Polizei kommen. In den wenigsten Fällen nimmt eine Zwangsräumung ein derart blutiges Ende. ... Die Lebensgefährtin des Täters war Adressat der Zwangsräumung. Deswegen war der Täter vermutlich gar nicht im Fokus der Behörden gewesen.

Die Tatortlage und die bisherigen Erkenntnisse zeigen, daß der Täter diese Geiselnahme genau und lange geplant hat.

Dies erkennt man an der Vielzahl der Waffen, für die er keinen Waffenschein hatte. Das zeigt unser Problem: nicht die legalen Waffen sind unser Problem, sondern die illegalen.

Laut Seidenspinner müsse die Polizei mehr kontrollieren. Und er bestätigt auch: wenn jemand eine Waffe kaufen möchte, gelinge ihm das mit den entsprechenden Kontakten.

Eine absolute Sicherheit gibt es nicht.

Diesen Worten möchte ich mich anschliessen und werde die Ergebnisse der Ermittlungsbehörden abwarten. Auf jeden Fall gilt meine Anteilnahme den Hinterbliebenen und Angehörigen der Opfer dieser grausigen Tat.

Lesen/Quelle: Welt Online

Thomas Richter

Sportschütze & Wiederlader, Befürworter eines liberaleren Waffenrechts

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