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Amerikanische Verhältnisse? Warum eigentlich nicht?

Wollen wir amerikanische Verhältnisse, wenn es um das Thema Waffenbesitz geht? Warum eigentlich nicht? Vor einigen Stunden las ich einen interessanten Artikel im Daily Caller, dessen Grundaussage mir nicht neu ist, aber mit Zahlen belegt, was es mit den berüchtigten "Amerikanischen Verhältnissen" wirklich auf sich hat. Ich habe die ersten Zeilen des englischen Artikels mal frei übersetzt und hoffe, daß mir keine gravierenden Fehler unterlaufen sind:

flagge usaGrundaussage des Artikels ist, dass die Anzahl der Gewaltverbrechen im Bundesstaat Virginia innerhalb der letzten 6 Jahre - trotz einer drastischen Zunahme des Waffenbesitzes - kontinuierlich zurückgingen.

Gleich danach bekommt man aber auch statistische Daten geliefert, welche uns durch den Crime-Report des FBI schon bekannt waren:

In dem Artikel wird berichtet, dass im Zeitraum 2006-2011 die Gewaltverbrechen mit Schusswaffennutzung um 24% sanken, während aber der Umsatz der von den Händlern verkauften Waffen um 73% anstieg. Wenn man allerdings ins Auge fasst, dass der Bevolkerungszuwachs ja auch eine Rolle spielt, kommt man nach Adam Riese sogar auf einen Rückgang von über 27%.

  Jahr 2006   Jahr 2011
Anzahl der Straftaten mit Schusswaffenbeteiligung
(pro 100.000 Einwohner)
79   57

Nun werden viele sagen: "Naja, dieses Zahlen wurden doch sicher durch die NRA zusammengestellt oder geschönt!" Nein, beaufragt wurde Professor Thomas R. Baker von der Virginia Commonwealth University. Dieser führte die Studie im Auftrag des Richmond Times-Dispatch durch. Soweit ich durch einen Besuch auf der Seite des Aufraggebers festellen konnte, handelt es sich um eine Art Nachrichtenmamagazin. Professor Baker ist nach dieser Erhebung der Meinung, dass die Ergebnisse der populären Annahme widersprechen, dass mehr Waffen mehr Gewaltverbrechen verursachen würden.

Dieser Artikel zeigt am Beispiel des Bundesstaates Virginia, daß die Aussage (und Buchtitel...) des Autoren John R. Lott also nicht nur eine These darstellt: "More Guns - Less Crime". Und wenn man sich die Entwicklung der Gewaltverbrechen anschaut - die ja übrigens durch den offiziellen Crime-Report des FBI bestätigt ist - bin ich überzeugt, daß es auch hier in Europa viele Menschen geben würde, die sich solche "amerikanischen Verhältnisse" wünschen würden. Schade, daß die wenigsten Medien politisch unabhänging und unvoreingenommen berichten und man daher solche Artikel nie in einer deutschen Tageszeitung lesen wird.

Weiterlesen/Quelle: The Daily Caller (englisch)

Thomas Richter

Sportschütze & Wiederlader, Befürworter eines liberaleren Waffenrechts

Berlin