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Die Medien, die Zahlen und was die Politik daraus macht.

Das Nationale Waffenregister NWR wird von vielen Sportschützen, Jägern und anderen Waffenbesitzern mit großem Misstrauen gesehen, da sie sich um ihre Datensicherheit sorgen. Dass es auch zu etwas gut sein kann, zeigt sich in der gegenwärtig wieder angelaufenen Debatte um die Verschärfung des Waffengesetzes.

denken schadet nichtZum Hintergrund: Immer wieder malten die Medien und einige Politiker hierzulande die drohenden „amerikanischen Verhältnisse“ als Schreckgespenst an die Wand. Ein großes Nachrichtenmagazin fabulierte in seiner Titelgeschichte nach Winnenden sogar von der „Bewaffneten Republik Deutschland“, und ein Ministerialbeamter betitelte die angeblich bis an die Zähne bewaffneten Sportschützen und Jäger sogar in Anlehnung an Begriffe des Dritten Reiches als „Fremde Heere Mitte“.   Aber am 28.12. ließ eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa sozusagen die „die Katze aus dem Sack“: Weil am ersten Tag des neuen Jahres das Nationale Waffenregister (NWR) offiziell ans Netz geht, sah sich wohl das Bundesinnenministerium veranlasst, die ersten Erkenntnisse aus der neuen Zentralkartei an die Öffentlichkeit zu geben: Demnach haben 1,4 Millionen Deutsche rund 5,5 Millionen Waffen in ihrem Privatbesitz. 

So wenig? Bis dato hantierten die Sicherheitsbehörden und auch die Interessenvertretungen der Polizei, allen voran die GdP, immer mit geschätzten Zahlen, die von zweieinhalb Millionen legalen Waffenbesitzern und rund zehn Millionen Waffenbesitzkarten-mäßig erfassten Schusswaffen ausgingen. Das hörte sich nach sehr viel an, bei 80 Millionen Bürgern.   Und erst vor kurzem versuchte wohl ein SPD-Politiker nach dem Schulmassaker von Newtown mit übertriebenen Zahlen seine potentiellen Wähler zu schocken: Der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall plädierte mal wieder für eine weitere Reduzierung der Sport- und Jagdwaffen hierzulande, wörtlich: „Ich meine, sieben Millionen gemeldete Waffen sind zu viel, und deshalb werden wir auch weiter Aufklärungsarbeit betreiben“. So äußerte sich Gall am 17. Dezember im Deutschlandfunk und dpa berichtete sofort darüber. Natürlich fragte Peter Kapern, der Journalist im Sender, nicht nach, wie der Minister auf diese bisher noch nie so genannte Zahl kam. Deutsche Reporter, besonders die bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, sehen sich in Interviews mit Politikern eher als Stichwortgeber, statt als kritisch nachfragende Kenner der Materie. Auch dpa hakte nicht nach. Einige Onlinemedien und Zeitungen, darunter die Junge Freiheit, machten dann in ihren Meldungen siebzehn Millionen Waffen daraus.

Weiterlesen/Quelle: prolegal

 

 

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prolegal Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V.

prolegal versteht sich als vereins- und verbandsunabhängige Vereinigung aller vom Waffengesetz betroffenen Bürgerinnen und Bürger.

Berlin