Banner Top

Der Dummschwätzer

  • geschrieben von 

So lautet der deutsche Titel eines kommerziell erfolgreichen Films aus dem Jahr 1997 mit Jim Carrey. Ich habe den irgendwann einmal im Fernsehen gesehen, meine Begeisterung war enden wollend, wenn schon Humor dann doch bitte etwas subtiler und nicht schenkelklopfender “bru-har-har” – Klamauk. Aber jeder wie er mag, wenn der Hauptdarsteller hauptsächlich zum Grimassenschneiden taugt kann auch nichts anderes herauskommen.

brett vorm kopfDas soll hier jetzt aber keine Filmkritik werden, dazu fühle ich mich nicht berufen, wenngleich ich mich als Jugendlicher in dem Metier ganz gut ausgekannt habe. Mir ist nur dieser Filmtitel “Der Dummschwätzer” eingefallen als ich auf eine Bemerkung (genauer: einen “Tweet”) von Jim Carrey aufmerksam geworden bin in dem er sich von seinem neusten Film distanziert.

“Kick-Ass 2″ heißt das Opus, wie der Name vermuten läßt handelt es sich dabei wohl um kein feinsinniges Psychodrama sondern eher um einen Actionstreifen – Gewalt, Blut inklusive. Hollywood eben. Was schreibt Carrey also dazu:

I did Kickass a month b4 Sandy Hook and now in all good conscience I cannot support that level of violence. My apologies to e

(Ich habe “Kickass” einen Monat vor Sandy Hook (Schulmassaker in den USA, Anm.) gedreht und nun kann ich guten Gewissens derartige Gewalt nicht mehr unterstützen. Ich entschuldige mich bei)

Hier endet der erste “Tweet” wegen Zeichenbeschränkung, es geht aber weiter:

I meant to say my apologies to others involve (sic!) with the film. I am not ashamed of it but recent events have caused a change in my heart.

(Ich wollte mich bei den anderen an diesem Film beteiligten Personen entschuldigen. Ich schäme mich zwar nicht dafür, aber jüngste Ereignisse haben mich meine Meinung ändern lassen.)

Natürlich steht es jedem Menschen frei seine Meinung zu ändern, vielleicht wache ich ja auch morgen auf und bin urplötzlich der unumstößlichen Ansicht das alle Waffen das Werk des Teufels sind und somit in der Hölle am besten aufgehoben wären, ich glaube das aber eher nicht. Im Unterschied zu Carrey bekomme ich aber auch keine zweistelligen Millionen-Dollar-Gagen, ich bin hier ein “Überzeugungstäter”. Es stellt sich somit die Frage, ob Carrey vielleicht vor Vertragsunterzeichnung bzw. Drehbeginn das Drehbuch nicht gelesen hat.

Quelle/Weiterlesen: dagarser

dagarser

Bis zu seinem frühen Tod im Spätherbst 2014 versorgte uns Richard Temple-Murray aus Österreich mit vielen Beiträgen seines Blogs. Dort wurden natürlich auch Themen wie Schießsport, Jagd und tagesaktuelle Geschehnisse publiziert. Richard Temple-Murray war lange Zeit Schriftführer der Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich (IWÖ) und Oberschützenmeister der Schützengilde Langau. Mögen uns seine Beiträge stets an sein Handeln erinnern!

Berlin