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Es ist doch wirklich so einfach

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Wenn man sich die Standpunkte der Medien, aber auch der meisten politischen Parteien zum Thema „Waffenbesitz“ vor Augen führt kann einem wegen des fehlenden Sachwissens, hauptsächlich aber ob der ideologischen Verblendung, leicht einmal übel werden.

Folgt man dem vorherrschenden Grundtenor, so sind Schußwaffen schuld an (fast) allem Übel in der Welt, ein Verbot dieser Waffen könnte ach soviel Leid und Ungemach verhindern helfen. Sachliche Argumente, wonach legal besessene Schußwaffen in der Kriminalstatistik eine bestenfalls untergeordnete Rolle spielen passen da nicht ins vorgefaßte Weltbild, nein, da kickt sogleich die Vollkaskomentalität „Wenn nur ein Verbrechen verhindert werden kann…“ ein, der sich das Bürgerrecht auf Waffenbesitz (und in der Folge auch auf Selbstverteidigung) unterzuordnen hat.

 

Das ist natürlich ein unglaublicher Unfug, schließlich ist eine Schußwaffe lediglich ein Werkzeug, ein seelenloser Gegenstand aus Stahl und Holz oder Polymer und als solcher natürlich völlig ungefährlich. Nicht die Maschine ist das Problem, sondern vielmehr der „Maschinist“. In der Hand eines anständigen Bürgers ist eine Schußwaffe genauso gefährlich oder ungefährlich wie ein Küchenmesser, eine Axt oder ein Holzprügel, während jedoch mit letztgenannten Gegenständen die weitaus häufigsten Gewaltverbrechen verübt werden hört man – im Gegensatz zu den Schußwaffen – da keinerlei Forderungen nach einem Verbot dieser „Mordwerkzeuge“.

Der anständige, gesetzestreue Bürger wird mit seiner Schußwaffe niemanden umbringen, genausowenig wie mit seinen Küchengerätschaften, seinem Gartenwerkzeug oder irgendwelchen Sesselhaxen, warum sollte man als normal veranlagter Mensch auch einen Mord oder ein sonstiges Gewaltverbrechen begehen? Wieso wird das den Legalwaffenbesitzern immer wieder (zumindest unterschwellig) unterstellt? Nochmals: Nicht „Maschine“, sondern „Maschinist“, der Besitz einer solchen „einschlägigen Maschine“ macht aus einem noch keinen Killer! Zu diesem Thema habe ich ein hervorragendes Zitat des großen Jeff Cooper gefunden, ganz einfach und simpel, aber dennoch logisch und nachvollziehbar auf den Punkt gebracht:

The media insist that crime is the major concern of the American public today. In this connection they generally push the point that a disarmed society would be a crime-free society. They will not accept the truth that if you take all the guns off the street you still will have a crime problem, whereas if you take the criminals off the street you cannot have a gun problem.

(Die Medien beharren darauf, daß Kriminalität ein großes Problem des heutigen Amerika ist. In diesem Zusammenhang wird immer wieder darauf herumgeritten, daß eine entwaffnete Gesellschaft auch eine Gesellschaft ohne Kriminalität wäre. Sie nehmen die Tatsache nicht zur Kenntnis daß es sicherlich auch dann noch ein Kriminalitätsproblem gäbe, würde man alle Waffen einfach verschwinden lassen, wohingegen es keine Probleme mit Waffen geben könnte wenn man alle Kriminellen aus dem Verkehr ziehen würde.)

Vielleicht ist das aber auch zu simpel um es zu verstehen. Wobei ich allerdings den meisten Propagandisten eines Verbots des Waffenbesitzes keine Dummheit unterstellen möchte – leider ganz im Gegenteil, das sind zum Teil ganz ausgekochte Halunken. Cui bono?

Originalbeitrag / Kommentare: dagarser - von Richard Temple-Murray

dagarser

Bis zu seinem frühen Tod im Spätherbst 2014 versorgte uns Richard Temple-Murray aus Österreich mit vielen Beiträgen seines Blogs. Dort wurden natürlich auch Themen wie Schießsport, Jagd und tagesaktuelle Geschehnisse publiziert. Richard Temple-Murray war lange Zeit Schriftführer der Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich (IWÖ) und Oberschützenmeister der Schützengilde Langau. Mögen uns seine Beiträge stets an sein Handeln erinnern!

Berlin