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Schüsse im Wald sind normal - keine Entschädigung für totes Pferd

  • Autor:  jagdnetz.de

Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass Treibjagden nicht bei entfernten Anwohnern angekündigt werden müssen. Die Richter entschieden, dass Schüsse als waldtypische Geräusche hinzunehmen seien. Sie wiesen damit die Klage eines Pferdebesitzers ab, der Schadenersatzansprüche in Höhe von 23.000 EUR gegenüber dem Veranstalter der Jagd geltend machte.

schild jagdbetriebDie Pferde des Klägers standen zum Zeitpunkt der Treibjagd auf einer entfernten Weide, als sie durch die Schüsse in Panik gerieten und sich verletzten. Eines der Pferde musste daraufhin getötet werden. Der Pferdebesitzer war der Meinung, dass der Jagdveranstalter ihn hätte warnen müssen.

Die Richter sahen das anders und wiesen zwar darauf hin, dass der Veranstalter einer Jagd grundsätzlich verpflichtet sei, eine Schädigung Unbeteiligter zu vermeiden, aber die Schüsse bei der Treibjagd habe er dem Pächter der etwas entfernt gelegenen Weide nicht ankündigen müssen.

Weiterlesen/Quelle: DJV/jagdnetz.de

Berlin