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Gericht entscheidet: Alkoholgenuss führt zur waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig wies die Klage eines Jägers zurück, der damit den Entzug seiner waffenrechtlichen Erlaubnisse verhindern wollte. Er hatte nach dem Genuss von Alkohol einen Rehbock erlegt und wurde auf dem Rückweg aus dem Revier kontrolliert. Es wurde ein Blutalkoholgehalt von 0,39 mg/l festgestellt.

gericht urteil

Das Gericht sieht es so:

Macht ein Waffenbesitzer in alkoholisiertem Zustand von seiner Schusswaffe Gebrauch, rechtfertigt dies die Annahme, dass er im waffenrechtlichen Sinne unzuverlässig ist, auch wenn zum Alkoholkonsum kein weiteres Fehlverhalten hinzutritt.

Es spielt also keine Rolle, wieviel Alkohol getrunken wurde und zeigt wieder einmal sehr deutlich, wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit geistigen Getränken ist. 

Urteil vom 22. Oktober: 2014BVerwG 6 C 30.13

Vorinstanzen:
OVG Münster 20 A 2430/11 - Urteil vom 28. Februar 2013
VG Köln 20 K 2979/10 - Urteil vom 22. September 2011

Quelle: Pressemitteilung Bundesverwaltungsgericht

Thomas Richter

Sportschütze & Wiederlader, Befürworter eines liberaleren Waffenrechts

Berlin