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Unterwandern Schützenvereine ausländische Terrorzellen?

In den letzten Tagen rauschte es gewaltig im Blätterwald der Medien: PEGIDA, Anti-PEGIDA, Lügenpresse, Charlie Hebdo und Boko Haram. Kein Wunder, daß die Redakteure kaum Zeit hatten, die Waffenbesitzer aufs Korn zu nehmen.

Schliesslich ist Betroffenheit angeordnet worden. Einige schafften es doch, ein paar der Schlagwörter in einem einzigen Artikel unterzubringen: Florian Flade und Thorsten Jungholt.

Sie haben es tatsächlich fertiggebracht, die Themen Schützenverein, Terrorismus, Salafisten und den Terroranschlag in Paris zusammenzuwürfeln. So etwas lernt man heutzutage als "Journalist"! Wie sie es allerdings schaffen wollen, aufmerksamen Lesern diese unzusammenhängenden Fakten als "Studie der Angst" zu verkaufen, bleibt uns schleierhaft - aber sie versuchen es zumindest.

Mit dem Titel Angst vor Dschihadisten aus dem Schützenverein haben sie sich bestimmt schon 30% des deutschen Journalistenpreises gesichert; das macht ihnen so schnell keiner nach! Untertitel: Lange machten sich die Fahnder in Deutschland wegen möglicher Sprengstoffanschläge Sorgen. Der blutige Anschlag in Paris zeigt: Terroristen mit Schusswaffen sind nicht minder gefährlich.

Aha, endlich wissen wir, daß das Tatmittel nie entscheidend war. Aber die beiden müssen ja noch den Bezug zu den Schützenvereinen vervollständigen. Und das schaffen sie mit der Erwähnung zweier Personen, die wohl zu Terrorzellen gehören oder bereits in Syrien kämpfen.

Gott sei Dank hat der liebe Gott den Schriftkundigen das Wörtchen "soll" geschenkt - denn beweisen können sie diese Behauptungen letztendlich noch nicht. Klingt aber besser, wenn man verlauten lässt, daß der Eine den Jagdschein erwerben wollte und der andere Mitglied in einem Schützenverein war.

Jetzt müssen sie sich aber anstrengen, noch den Zirkelschluss zu den Vorfällen in Paris zu schaffen - und das machen sie natürlich mit links:

Was Dschihadisten mit Waffenschein (oder jedenfalls Waffenausbildung) anrichten können, das zeigt auf schreckliche Weise das Attentat auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" am Mittwoch in Paris.

So einfach ist das! Es folgt dann noch eine lange Abhandlung über die Terrorgefahr in Deutschland, die Salafisten und ein kleiner Ausflug zu den Tätigkeiten des Geheimdienstes, die locker für zwei Artikel gereicht hätte.

Und was hat das ganze nun mit Schützenvereinen und den Waffenbesitzern in Deutschland zu tun? Wahrscheinlich gar nichts! Aber es ist für unsere Medien natürlich besser, diesen Eindruck zu erwecken. Dann verhallt der nächste Ruf nach Waffenrechtsverschärfungen nämlich nicht gänzlich ungehört...

Hätten sich Florian Flade und Thorsten Jungholt vorher einmal mit den mittlerweile geläuterten Grünen-Politiker Cem Özdemir unterhalten, wüsste sie, daß es gar keinen Grund für voreilige Waffenrechtsverschärfungen geben dürfte und sie hätten sich viel Arbeit erspart.

"Bei jedem Vorschlag muss man auch immer den Nachweis erbringen, dass er hilft. Einfach nur mehr Gesetze und Aktionismus macht Deutschland keinen Millimeter sicher." (siehe Marc´s Statement: Cem Özdemir beim Wort nehmen! Oder: Die größte Heuchelei!)

An dieser Stelle lassen wir ein wenig Platz für eigene Überlegungen und Gedanken zu den Manipulationen, denen wir täglich durch unsere Medien ausgesetzt sind...

Link zum Artikel: Welt.de

Thomas Richter

Sportschütze & Wiederlader, Befürworter eines liberaleren Waffenrechts

Berlin