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Keine Panik: Ist doch ein Prominenter!

Große Aufregung an der Gepäckkontrolle des Hamburger Flughafens am 16.11.2014. Lag es daran, daß Panikrocker Udo Lindenberg seine Koffer checken ließ oder eher daran, welcher brisante Inhalt sich in seinen Koffern befand? Da das Personal in Fuhlsbüttel die Anwesenheit von prominenten Fluggästen gewohnt sein sollte, lag es wohl doch an der Schußwaffe, die das Kontrollgerät entdeckte.

waffenscheinAber warum transportierte Udo Lindenberg einen Revolver auf dem Weg nach Paris? Ist er berechtigt, eine solche Waffe zu besitzen?

Er selbst erklärte, daß die Waffe einem seiner Bodyguards gehöre und er den Koffer gar nicht selbst gepackt habe - also für die Behörden kein Grund, den Hamburger Promi am Weiterflug nach Frankreich zu hindern.
Die Hamburger Polizei durchsuchte im Nachgang zwar noch die Privaträume des Rockstars, aber wohl ohne Ergebnis. Laut Pressemeldungen soll trotzdem eine Untersuchung wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet werden.

Wäre ein solcher Vorfall auch so unspektakulär abgelaufen, wenn ein normaler Bürger mit einer Schußwaffe im Gepäck ins Ausland fliegen möchte? Wir glauben nicht!

Dieser Vorfall wird zeigen, ob es in diesem Land eine Person auf Grund seiner Bekanntheit oder seiner Beziehungen zu einflussreichen Personen schaffen wird, keine oder eine mildere Strafe zu bekommen, wie Otto Normalverbraucher. Die Ausrede, daß zum Beispiel nur ein legaler Waffenbesitzer die Gebote und Verbote des geltenden Waffengesetzes kennen muss, ist ein weitverbreiteter Irrtum, denn die Justiz handelt bei Urteilen fast immer nach dem Grundsatz "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!"

Wir sind gespannt, wie dieser Waffengesetzverstoß behandelt werden wird.

Thomas Richter

Sportschütze & Wiederlader, Befürworter eines liberaleren Waffenrechts

Berlin